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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Die Rolle von FHL2 als Transkriptionskofaktor in der Karzinogenese oraler Plattenepithelkarzinome
Autor Marta Malgorzata Henke
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In neueren Studien wurde eine vermehrte Expression von FHL2 im Sinne einer Hochregulation beispielsweise bei Prostata- und Mammakarzinomen gezeigt, insbesondere bei einer fortgeschrittenen Dedifferenzierung des Gewebes oder bei bereits metastasierten Karzinomen.
Kontrolliert FHL2 somit als selektiver Transkriptionskofaktor die Umsetzung bestimmter Gene, welche im Rahmen der Karzinogenese die Tumorprogression fördern? Um diese Frage zu beantworten und weitere Aufschlüsse über die Rolle von FHL2 in der Karzinogenese zu erhalten, wurde die Expression von FHL2 in gesunder Schleimhaut und in Plattenepithelkarzinomgewebe von Patientenkollektiven ohne bzw. mit Tumorprogression untersucht. Als Vergleichsparameter diente der Verlust in der Expression von E-Cadherin, welcher als etablierter Marker für die Dedifferenzierung bei einer Vielzahl von Karzinomen gilt.
In unseren Versuchen zeigte sich im Vergleich zu gesunder Schleimhaut nur eine geringfügige Hochregulation von FHL2 in dedifferenziertem Tumorgewebe, welche statistisch nicht signifikant war. Hingegen konnte eine verminderte Expression von E-Cadherin in entartetem Gewebe gezeigt werden. Eine mögliche Erklärung für die ausgebliebene Hochregulation von FHL2 sehen wir zum einen im heterogenen epithelialen Ursprung der Karzinome (Platten-, Zylinder-, Flimmerepithel), zum anderen in der differenten hormonellen Empfindlichkeit, sowie der unterschiedlichen Bedeutung exogener Risikofaktoren wie Nikotinabusus, Alkoholkonsum oder mangelnder Mundhygiene in der Karzinogenese.
Daher scheint es möglich, dass die Rolle von FHL2 als Promoter der Tumorprogression auf Karzinome beschränkt ist, welche vorwiegend auf endogenen Faktoren wie familiärer Belastung und bestimmten Konstellationen im Hormonhaushalt beruhen. Die Funktion des LIM-only Proteins FHL2 in der Karzinogenese oraler Plattenepithelkarzinome kann somit nach dem jetzigen Stand des Wissens nicht endgültig geklärt werden. Hier sind weiterführende Studien zur Funktion von FHL2 an unterschiedlichen Karzinomentitäten notwendig, insbesondere an Karzinomen unterschiedlichen epithelialen Ursprungs und unterschiedlicher Pathogenese (familiäre Belastung, hormonelle Faktoren, exogene Noxen etc.).
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007