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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Die Bedeutung der Knochenszintigraphie in der Diagnostik der kondylären Hyperplasie des Kiefergelenks
Autor Stefan Bader
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Ziel der Arbeit war es zu untersuchen, ob die Knochenszintigraphie in Verbindung mit einer evtl single photon emission tomography (SPECT), eine geeignetes Verfahren darstellt, bei Vorliegen der klinischen Symptome einer kondylären Hyperplasie eine Aussage zu treffen, ob das bzw. die Wachstumszentren noch aktiv sind und eine Therapie zur Beendigung des Wachstums in Form einer hohen Kondylektomie vorgeschaltet werden muss, damit die langfristige Stabilität eines später durchzuführenden korrigierenden kieferorthopädisch - kieferchirurgischen Eingriffs gewährleistet ist.
Hierzu wurden die klinischen und nuklearmedizinischen Daten von 14 Patienten aus dem Zeitraum 1996 - 2001 des Universitätsklinikums Bonn herangezogen. 9 Patienten waren weiblich, 5 Patienten waren männlich. Mittels Anlegen einer Roi in der Region der Kiefergelenke, konnte quantitativ die Anreicherungsquote des TC99 bestimmt werden. Bei nicht eindeutigen Szintigrammen wurde zusätzlich noch ein SPECT angefertigt, um letztendlich befunden zu können. Im Ergebnis waren 3 von den 14 Patienten auffällig. 2 waren weiblich und 1 männlich. Bei 5 Patienten war eine gemäßigte Anreicherung festzustellen. 4 waren weiblich und 1 männlich. 6 Patienten waren unauffällig. DAvon waren 3 weiblich und 3 männlich.
Somit lässt sich festhalten, dass die quantitative Szintigraphie einen Rechts - Links Vergleich erlaubt und daher eine Aussage über das seitendifferente Wachstumsverhalten bei Patienten mit einer kondylären Hyperplasie möglich macht. Mittels single photon emission tomography (SPECT) konnten die Befunde zusätzlich spezifiziert werden. Das war meist bei den gemäßigten und somit nicht eindeutigen Patientenfällen notwendig.
Nicht außer acht gelassen werden dürfen jedoch mögliche pathologische Prozesse anderer Ätiologie im Bereich des Kiefergelenks, die ebenfalls zu einer erhöhten Radionuklidanreicherung führen und gegebenenfalls fälschlicherweise Hinweise auf eine kondyläre Hyperplasie geben können, obwohl ein anderes pathologisches z. B. tumoröses oder degeneratives Geschehen die Ursache ist.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007