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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Therapieoptionen bei idiopathisch generalisierten Epilepsien
Autor Christina Katharina Krepela
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob die Valproinsäure das Mittel der Wahl zur Behandlung von idiopathisch generalisierten Epilepsien darstellt und welche Behandlungsalternativen es gibt. Hierzu wurden retrospektiv die Daten von 476 Patienten der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn mit dem Krankheitsbild idiopathisch generalisierte Epilepsie untersucht.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Valproinsäure als Mittel der ersten Wahl für die idiopathisch generalisierten Epilepsien gesehen werden kann. Mit Valproinsäure wurde die höchste Anfallsfreiheit erzielt. Das Medikament deckt alle Anfallsarten ab und kann somit die Problematik der Klassifikation der Epilepsiesyndrome etwas überbrücken. Die Ergebnisse dieser Studie lassen ferner den Schluss zu, dass die Reihenfolge, in der ein Medikament gegeben wird, entscheidend für seinen Erfolg ist. Die antikonvulsiven Substanzen Valproinsäure und Lamotrigin erreichten bessere Zahlen zur Anfallsfreiheit, wenn sie als Erstmedikation verwendet wurden.
Die gute Wirksamkeit von Valproinsäure wird allerdings von der Tatsache überschattet, dass häufig Nebenwirkungen auftreten. Dies gilt auch bei Medikamentenkombinationen: treten hier unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf, scheint meist Valproinsäure mit beteiligt zu sein. Allgemein betrachtet stellen Müdigkeit, Tremor und Gewichtszunahme die häufigsten Nebenwirkungen dar. Als Alternative zur Valproinsäure-Monotherapie ist nach den Ergebnissen der Studie eine Monotherapie mit Lamotrigin, Levetiracetam oder Topiramat zu empfehlen.
Bei einer Gegenüberstellung der Therapieformen geht aus den Ergebnissen dieser Arbeit hervor, dass die Mono- einer Kombinationstherapie überlegen ist. Kommt eine Kombinationstherapie zum Einsatz, erwies sich VPA/LTG als die günstigste Kombination, als Alternativen boten sich VPA/PB, LTG/LEV und VPA/TPM an.
Insgesamt veranschaulichten die Ergebnisse der Arbeit, dass die Prognose für die idiopathisch generalisierten Epilepsien bezüglich der Anfallsfreiheit gut war. 62% der Patienten konnten mit medikamentöser Therapie anfallsfrei werden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007