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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Entwicklungsstand von Frühgeborenen im frühen Schulalter mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm der Jahrgänge 1988-1991 an der Universitätskinderklinik Bonn
Belastungserleben, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Verhaltensentwicklung
Autor Uta Hendrikje Hasenclever
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Interpretation der 1997 im Rahmen einer monozentrischen Volontärsstudie zur körperlichen und psychologischen Nachuntersuchung von Frühgeborenen im Schulalter der Universitätskinderklinik Bonn erfassten Daten zur Verhaltensentwicklung, gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie zu Sorgen und Belastungen betroffener Eltern und Kinder. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Beurteilung von Langzeiteffekten der Frühgeburt auf Verhaltensentwicklung, Lebensqualität und Belastungen im Schulalter zu leisten.
Die Studie erfasste 118 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht < 1500 g im Alter zwischen 5 und 9 Jahren. In der Studie wurden die Testverfahren Fragebogen zu Sorgen und Belastungen (FSB), TA (Toegepast-Natuurwetenschappelijk Onderzoek, Academisch Ziekenhuis Leiden) Children´s Quality of Life (TACQOL) und die Child Behavior Checklist (CBCL) eingesetzt und die Ergebnisse für die Gruppe der Frühgeborenen jeweils mit denen einer aus Geschwisterkindern zusammengesetzten Kontrollgruppe verglichen. Zusätzlich wurden der sozioökonomische Status der Familien, der Intelligenzquotient der Frühgeborenen und ihr Geburtsgewicht als potentielle Einflussfaktoren für die oben genannten Bereiche untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Frühgeborenen auch im Schulalter noch körperliche Beschwerden sowie motorische und kognitive Defizite zu verzeichnen waren und die Kinder durch internalisierende Verhaltensauffälligkeiten und soziale Probleme auffielen. Die Gruppe der Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1000 g (ELBW) und einem weit unterdurchschnittlichen IQ war die Gruppe mit dem höchsten Risiko für die Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten, Belastungen und Lebensqualitätseinbußen.
Die Resultate machen deutlich, wie wichtig die Etablierung eines effizienten und langfristigen Nachkontrollprogramms für alle Frühgeborenen ist. Durch einen regelmäßigen Kontakt der nachbetreuenden Institutionen mit Eltern und Kindern können mögliche Entwicklungsabweichungen und Defizite frühzeitig erkannt und Kinder und Familien entsprechend unterstützt und gefördert werden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007