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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2006

 

Titel Der Einfluss steigender Cerivastatindosierungen auf Serummarker des Cholesterinmetabolismus normocholesterinämischer Probanden
Autor Wolfgang Hubert Schneider
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In dieser Arbeit wurde der Einfluß von Cerivastatin, einem lipophilen 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktasehemmer, in aufsteigenden Dosierungen über jeweils 6 Wochen auf endogene Serummarker des Cholesterinmetabolismus, insbesondere auf einen Surrogatmarker des zerebralen Cholesterinstoffwechsels, das 24S-Hydroxycholesterin, untersucht.
Nüchternblutproben wurden unmittelbar vor Studienbeginn als Basismessung sowie im Studienverlauf nach 6, 12 und 18 Wochen zur Analyse entnommen. Neben den gaschromatographischen Plasmakonzentrationen an Gesamtcholesterin wurden die Konzentrationen der Cholesterinvorstufen, der Abbauprodukte, sowie der pflanzlichen Sterine mittels hochsensitiver und -selektiver Gaschromatographie-Massenspektrometrie bestimmt. Die Analysen erfolgten retrospektiv aus Plasmaproben von 6 normocholesterinämischen Probanden im Alter zwischen 24 und 48 Jahren.
Neben einer deutlichen Senkung des Gesamtcholesterins wurden über die unterschiedlichen Therpieintervalle auch die absoluten Plasmakonzentrationen der Cholesterinvorstufen Lathosterin, Desmosterin und Lanosterin, des hirnspezifischen Metaboliten 24S-Hydroxycholesterin und des ubiquitären Metaboliten 27-Hydroxycholesterin gesenkt. Die signifikante und dosisrelevante Senkung der Ratio Lathosterin zu Cholesterin weist auf eine deutliche Hemmung der endogenen Cholesterinbiosynthese im Gesamtorganismus hin. Die Ratio Campesterin zu Cholesterin ist ein anerkannter Serummarker für die Cholesterinresorptionsrate. In diesem Falle geht jedoch der Anstieg der Ratio von Campesterin zu Cholesterin nicht mit einer höheren Aufnahme von Nahrungscholesterin einher, sondern stellt nur ein rein mathematisches Ergebnis dar.
Die Ratio von 24S-Hydroxycholesterin wurde im Gegensatz zur Ratio 27-Hydroxycholesterin zu Cholesterin zwar dosisabhängig erniedrigt; dies war jedoch statistisch nicht signifikant. Trotzdem lässt dieses Ergebnis vermuten, dass Cerivastatin in der hier verwendeten Personengruppe über den gewählten Therapiezeitraum einen Einfluss auf die Cholesterinsynthese im Gehirn aber nicht auf den Abbau in der Peripherie hat.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2006