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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2006

 

Titel Die Städtebilder von Paul Swiridoff
Autor Adelheid Teuber
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Leben und Werk des Fotografen Paul Swiridoff (Wladikawkas/ Kaukasus 1914 – 2002 Künzelsau) blieben bisher in der wissenschaftlichen Forschung weitgehend unberücksichtigt. Ziel des Dissertationsprojektes ist es daher, bislang unerforschtes Quellenmaterial auszuwerten und in einem zweiten Schritt den Versuch einer Einordnung des Werkes vorzunehmen. Die Arbeit basiert auf einem umfassenden Fundus an Primärquellen. Das Hauptmaterial der Untersuchung bilden zehn nummerierte Kassetten, die Aufzeichnungen von persönlichen Gesprächen der Autorin mit Paul Swiridoff im Zeitraum zwischen März 2000 und März 2002 enthalten. Neben biografischen Angaben wird auch das fotografische Gesamtwerk von Swiridoff skizziert, welches u.a. die Themen Porträt, Theater und Architektur umfasst.
Mit 25 Veröffentlichungen über verschiedene deutsche Städte (gerechnet ohne Neuauflagen) arbeitete der Fotograf im Zeitraum von 1955 bis 2001 auf einem Gebiet, welches in der deutschen Fotografiegeschichte bisher wenig Beachtung fand. Als Grundlage der Analyse dient ein standardisierter Fragen-Katalog, der nach der Sichtung des Materials entwickelt wurde. Um eine überzeugende Untersuchung durchzuführen, wurden die Bände in vier zeitlich begrenzte Kapitel eingeteilt, wobei äußere Umstände wie Verlagswechsel oder Formatwechsel Zäsuren bilden. Um gleichzeitig detailliert vorzugehen, wird jeder Bildband zusätzlich einer Einzelanalyse unterzogen und im Rahmen einer Werkgenese ausführlich bearbeitet. Die Vorgehensweise ist dabei identisch. Nach der Entstehungsgeschichte folgt für jeden Bildband eine ausführliche Deskription und Analyse der grafischen Gestaltung, des Textes und des Bildteils. Mit Hilfe von zeitgenössischen Rezensionen und durch ein erstes Fazit werden bereits Grundlagen einer möglichen Einordnung gelegt.
Der Städtebildband als eigenständiges Genre hat bisher wenig Beachtung erfahren. Daher wird innerhalb der Arbeit eingehend der Versuch einer Entwicklung der Gattung in Deutschland nach 1945 unternommen, um den Hintergrund für die vorliegende Analyse und die Notwenigkeit ihrer Erstellung deutlich zu machen.
Als besonderes Kennzeichen dieser als lose angelegten Serie von insgesamt 30 Bänden lässt sich zu Beginn vor allem eine prägnante Gesamtgestaltung durch einprägsame Titel und entsprechende Typografie feststellen. Durch aufwendige Gestaltung, das gewählte Format, die Druckqualität und das verwendete Material sind die Publikationen weniger auf Massenware angelegt und daher hochpreisiger als beispielsweise serielle Bildbandreihen. Das formale fotografische Vokabular Swiridoffs zeigt vor allem innerhalb der ersten Städtebilder eine gewisse Experimentierfreudigkeit und Einflüsse zeitgenössischer Strömungen. Die Dekade der 1960er Jahre steht ganz im Zeichen der Selbstverwirklichung in Buchform mit einer Vielzahl von verschiedenen Publikationen. Noch einmal, Ende der 1960er Jahre wirbt Swiridoff massiv für die Anerkennung seiner fotokünstlerischen Leistungen in der Fachwelt durch den Eintritt in BFF und DGPh. Ab den Jahren 1970/71 ordnet sich sein gesamtes fotografisches und in dem Fall publizistisches Schaffen der Tätigkeit für den Würth-Konzern unter. Von dem Zeitpunkt an bleibt Paul Swiridoff von der deutschen Fotografiegeschichtsschreibung weitgehend unberücksichtigt.
Wie in der Arbeit dargelegt wird, stellen die Städtebilder von Swiridoff keineswegs revolutionäre Neuschöpfungen im Kontext der deutschen Fotobuchproduktion nach 1945 dar. Dennoch markieren sie sowohl von ihrem zeitlichen als auch ihrem zahlenmäßigen Umfang eine bedeutsame Entwicklung innerhalb des Genres.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2006