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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2005

 

Titel Wasserversorgung in Benin unter Berücksichtigung sozioökonomischer und soziodemographischer Strukturen
Analyse der Wassernachfrage an ausgewählten Standorten des Haute Ouémé
Autor Marion Schopp
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Ziel der Studie war die Untersuchung der Wassernachfrage auf lokaler Ebene. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde zum einen die aktuelle Literatur diskutiert und zum anderen mit Hilfe empirischer Untersuchungen der „Wasserverbrauch“ insbesondere auf Hauhaltsebene analysiert. Dabei standen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:
- Wie lässt sich die Wasserzugangssituation auf lokaler Ebene einstufen? Wie äußert sich Wasserknappheit in Korrelation zu Saisonalität?
- Welche Rolle spielt Saisonalität in Bezug auf die Wassernachfrage?
- Wie hoch ist der tatsächliche Wasserverbrauch im Untersuchungsgebiet und inwiefern lassen sich Korrelationen zwischen den einflussgebenden Parametern finden?
Die Feldforschung gliederte sich in die folgenden Einheiten:
1. Feldforschung von 2001-2002: Ein Fragebogen mit teilstrukturierten und standardisierten Fragen wurde in 180 Haushalten durchgeführt. Er hatte das Ziel, Wassergewohnheiten sowie ökonomische und soziodemographische Verhältnisse in der Regen – und Trockenzeit herauszuarbeiten. Darüber hinaus wurden innerhalb einer interdisziplinären Studie in 40 Haushalten eine Ganztagsbeobachtung mit dem Ziel durchgeführt, Wassergewohnheiten, prozentuale Wasserverwendungszwecke und den Wasserverbrauch pro Kopf zu analysieren. Eine Brunnen- und Pumpenzeitanalyse rundete die Untersuchung ab.
2. Feldforschung in 2002: Der zweite Untersuchungsschwerpunkt widmete sich den Wasserexperten auf nationaler Ebene. Mit Hilfe einer Expertenbefragung nach der Delphi-Methode konnten interessante Erkenntnisse in den Bereichen Wasserverbrauch, Lebensstandard, Bewässerung und Wasserversorgung gewonnen werden.
Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen belegten, dass der Wasserverbrauch pro Kopf vielfach unter dem von der WHO geforderten Mindestwert von 20 Liter pro Kopf liegt. Ebenso zeigten sich große saisonale Schwankungen in Abhängigkeit von sich verändernden Zugangsbedingungen. Für viele Bewohner ist Wassermangel jedoch kein Abwanderungsgrund.
Um auch in der Trockenzeit permanent ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben, wären viele der befragten Personen bereit, ein Wasserentgelt zu zahlen.
Abstract Water supply in Benin under Consideration of Socio-economic and Socio-demographic Structures - An Analysis of the Water Demand at Selected Sites in the Haute Ouémé
The aim of this study is to investigate water demand at the local level, together with a critical analysis of recent literature on water supply in Benin. Water consumption is analyzed especially on the private household level with the help of empirical studies. Thus, the following research questions are addressed:
- How can the state of water access be classified at the local level? How does water shortage manifest itself in correlation with seasonality?
- What role does seasonality play in relation to water demand?
- In how high is effective water consumption in the study area and what does it depend on?
The field investigations are divided into the following units:
1. Field studies from 2001-2002: A questionnaire with partially structured and standardized questions was carried out in 180 households. The aim was to investigate water-related habits as well as economic and socio-demographic conditions during the rainy as well as the dry season. Furthermore, a full-time observation was carried out within an interdisciplinary study in 40 households in order to analyze water-related habits, percentage of functional water usage and water consumption per capita. A time analysis of water consumption at wells and pumps completed the study.
2. Field studies in 2002: the second focal point of the investigation addressed water experts at a national level. With the help of an expert questionnaire using the Delphi-method interesting insights into the topics of water consumption, living standard, irrigation and water supply could be gained.
The results of the empirical studies demonstrate that water consumption per capita lies by a multiple below the WHO required minimum value of 20 litres per capita. Likewise, large seasonal fluctuations became apparent in relation to variable access conditions. However, for many inhabitants, water shortage is not a reason for migration.
In order to have permanent and sufficient water during the dry period many of the people questioned would be willing to pay for water.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2005