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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2003

 

Titel Effizienz teilschlagspezifischer Unkrautkontrolle und räumlich-zeitliche Dynamik der Unkrautpopulationen in einer Felderfolge und Monokultur
Autor Peter Krohmann
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden Untersuchungen zur Dynamik von Unkrautpopulationen unter dem Einfluss der teilschlagspezifischen Unkrautkontrolle in einer viergliedrigen Felderfolge Körnermais-Zuckerrüben-Winterweizen-Wintergerste sowie in einer Maismonokultur über vier Jahre durchgeführt.
Eine Zunahme der Unkräuter infolge teilschlagspezifischer Unkrautkontrolle über den Versuchszeitraum kann aus den vorliegenden Ergebnissen nicht hergeleitet werden; die Unkräuter unterlagen in ihrer Dichte jährliche Schwankungen, die vor allem auf den Einfluss der angebauten Fruchtart sowie des Anbaujahres zurückgeführt werden konnten. Um Unkrautnester mit hoher Populationsdichte zu beseitigen, sollte verhindert werden, dass dort Unkräuter zur Samenreife gelangen. Die in Parzellenversuchen getesteten verschiedenen Kontrollmaßnahmen zur Reduzierung der Restverunkrautung und Samenproduktion zeigten kein eindeutiges Ergebnis, oftmals hatten weniger intensive Maßnahmen in den Parzellen einen höheren Rückgang der Unkrautdichte zur Folge.
Weiterhin wurde eine objektive Definition für ein Unkrautnest festgelegt. Demnach waren Unkrautnester verunkrautete Feldbereiche innerhalb der Verteilungskarten, deren Entfernung zueinander die maximale Entfernung zwischen zwei Zählstellen (in der vorliegenden Arbeit: 15 Meter) nicht überschritt. Alle diese verunkrauteten Flächen wurden zu einem Unkrautnest zusammengefasst. Bei der Interpretation der Unkrautpopulationen eines Feldes wurden die Verteilungsmuster des gesamten Versuchszeitraums berücksichtigt. Feldbereiche, die in mindestens einem Jahr als Unkrautnest definiert wurden, wurden auch in den übrigen Jahren auf Unkrautvorkommen untersucht. Mithin ergab sich ein zu untersuchender Teilbereich des Feldes, dessen Grenzen von der räumlichen Ausdehnung der Nester in allen Jahren bestimmt wurden. Durch verschiedene statistische Parameter („Maßkorrelationskoeffizient nach Pearson“, „Vierfelder-Χ2-Testes auf Unabhängigkeit“) wurde die Stabilität von Unkrautpopulationen belegt. Änderungen innerhalb von Unkrautpopulationen konnten durch diese Parameter jedoch nicht lokalisiert werden. Zu diesem Zweck war die visuelle Interpretation von Unkrautverteilungskarten unerlässlich.
Zur weiteren Analyse der aus der visuellen Interpretation gewonnenen Informationen war die bildanalytische Auswertung der Verteilungskarten ein geeignetes Hilfsmittel. Durch dieses Verfahren ist es möglich, auch geringfügige Änderungen innerhalb der Unkrautpopulationen auszumachen. Zur Interpretation der Ergebnisse der Bildanalyse fehlen aber bislang noch präzise Entscheidungsmodelle.
Die untersuchten Unkrautpopulationen waren in ihrem Vorhandensein in den ausgewählten Feldsegmenten über den Versuchszeitraum stabil. Die Nester variierten jedoch in ihrer Flächengröße in Abhängigkeit von angebauter Fruchtart und Anbaujahr.
Eine langfristige Abschätzung der Entwicklung der Unkrautpopulationen unter dem Einfluss teilschlagspezifischer Unkrautkontrolle ist aufgrund der vorliegenden Ergebnisse nicht möglich.
Abstract The efficacy of site-specific weed control and spatio-temporal dynamics of weed populations in a rotation and continuous crop
In this study, the effects of site-specific weed control on the dynamics of weed populations in a rotation of maize, sugar-beet, winter wheat and winter barley over four years and in continuous maize were evaluated.
The results show, that an increase of the weeds over the study period due to sitespecific weed control cannot be observed. However, the weeds varied in their density from year to year under the influence of the grown crop and the year.
For eliminating weed patches with high population density, seed production of weeds within these patches should be prevented. In plot trials different weed control measures to reduce late weed infestation and subsequent seed production were carried out. The tested variations showed no distinct results: less intensive measures often led to a higher reduction of weed density.
Furthermore a objective definition for a weed patch was specified. According to this, weed patches were weed infested field areas within the distribution maps, whose distance to each other not exceeded the maximum distance between two sampling points (in this study: 15m). All these weedy areas were combined to one weed patch. For the interpretation of the weed populations the dispersal patterns of the complete period of the study were considered. Field areas, that were defined as a weed patch in at least one year, were investigated for weed occurrence in the other years, too. Therefore, the boundaries of the resulting field area were determined bf the spatial expansion of weed infestation of all years.
By statistics (“Pearsons correlation coefficient”, “Chi-squared test for two by two contingency tables”) the stability of weed populations was substantiated. Localisation of the changes within the weed populations by the use of statistical values was not possible. For these purposes the visual interpretation of weed distribution maps was necessary. Image analysis was a helpful tool for further investigation of the visual obtained information. With this method, marginal changes within the weed populations could be determined. However, exact decision models for the interpretation of the results of the image analysis have to be developed. The analysed weed populations were stable in their existence within the selected field areas throughout the period of the study. Still, the patches varied in their size within the selected field segments depending on the crop and year. Founded on the obtained results, a long-term prediction of the development of the weed populations under the influence of site-specific weed control is not possible.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2003