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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2003

 

Titel Anton Van Dycks Porträts König Karls I. von England und Königin Henrietta Marias
Form, Inhalt und Funktion
Autor Gudrun Raatschen
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Anton van Dyck schuf als Hofmaler in London 25 Porträts von Karl I. und Henrietta Maria, die bis heute das Bild des Königspaares prägen. Das Zusammentreffen eines der bedeutendsten Porträtmaler Europas mit dem grö&zslig;ten Kunstsammler und Mäzen unter den englischen Königen führte zu Bildschöpfungen, die die englische Kunst revolutionierten und heute zu den bekanntesten Gemälden der Welt zählen.
Trotz der Bedeutung dieser Staatsporträts gab es bislang keine Studie, die sie in ihrer Gesamtheit untersucht. Dies war das Ziel der vorliegenden Arbeit. Sie zeichnet die Bildtraditionen nach, die zu den Kompositionen geführt haben, und erläutert die einzelnen Bildgegenstände ebenso wie den ikonographischen Gehalt des gesamten Werkes. Wo möglich, wird die Galerie rekonstruiert, für die das jeweilige Bild geschaffen wurde. Anmerkungen zur Provenienz, Eigenhändigkeit und Rezeption runden die Kapitel ab.
Die Entstehungszeit der Gemälde zwischen 1632 und 1639 fällt in die sog. „halcyon reign“ Karls I., in die ruhigen Jahre vor Ausbruch des englischen Bürgerkriegs. Es wird untersucht, in welcher Form politische Inhalte künstlerisch umgesetzt wurden, vor allem Aspekte des „Divine Right of Kings“, der absolutistischen Herrschaft von Gottes Gnaden. Karls I. Ehe mit der Französin Henrietta Maria, die im Zentrum des neoplatonischen Kultes am Hofe stand, wurde gleichfalls zu einem wichtigen Thema karolinischer Ikonographie. Weniger offenkundig sind die Anspielungen auf den Katholizismus, die sich auf den Porträts der Königin finden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2003