| Zusammenfassung |
Muskarinische Acetylcholin-Rezeptoren vom Subtyp M2 weisen neben der orthosterischen Bindungsstelle, an die der physiologische Ligand
Acetylcholin bindet, eine zweite in extrazellulären Domänen des Rezeptorproteins
lokalisierte allosterische Bindungsstelle auf. Die Effekte, die Testsubstanzen
über diese allosterische Bindungsstelle auf die Bindung des orthosterischen
Antagonisten [3H]N-Methyl-scopolamin ([3H]NMS)
ausüben, sind vielfach beschrieben. Mit Hilfe von Kombinationsexperimenten
mit zwei allosterischen Modulatoren konnte für eine Reihe strukturverschiedener
Substanzen eine Interaktion an ein und derselben Bindungsstelle gezeigt werden.
Diese wurde als "gemeinsame allosterische Bindungsstelle" bezeichnet. Erste
Befunde zur Beeinflussbarkeit der Agonist-Bindung (z. B. [3H]Oxotremorin
M ([3H]OxoM)) durch solche allosterische Modulatoren ließen
es fraglich erscheinen, dass die "gemeinsame allosterische Bindungsstelle" an
Agonist-besetzten Rezeptoren noch zur Bindung der Modulatoren zur Verfügung
steht. weiter... |