Hinweis zum Urheberrecht| Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-00933

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2002

 

Titel Entwicklung, Überprüfung und Normierung eines Kraftmessverfahrens
Ein Beitrag zur Diagnose des Status und der Entwicklung der isometrischen Maximalkraft bei 50- bis 75-jährigen Frauen und Männern
Autor Sven Goebel
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Der soziodemographische Trend in Deutschland und die Prognosen für die kommenden Jahrzehnte haben dazu geführt, dass der Altersgruppe der über 50-Jährigen zwischenzeitlich von vielen Wissenschaftsdisziplinen vermehrt Aufmerksamkeit zugewendet wird. Aus der Sicht der Sportwissenschaft wurde für diese Altersgruppe über viele Jahre hinweg unter Gesundheits- und Leistungsgesichtspunkten der Bereich der Ausdauer in den Mittelpunkt gestellt. Die Fragen zur Kraftentwicklung im Alternsgang sowie die Suche nach den Ursachen für den Kraftverlust wurden über viele Jahre hinweg vernachlässigt. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Kompetenz, die auf den Erhalt eines selbstständigen, selbstverantwortlichen und persönlich zufriedenen Lebens im Alter zielt, wird dem Erhalt der Körperkraft zwischenzeitlich eine zentrale Rolle beigemessen.
Mit dieser Arbeit werden die Defizite im Hinblick auf Antworten zum Kraftverlust im Alternsgang, fehlende ökonomische Verfahren zur Kraftdiagnostik und insbesondere die fehlende Normierung von Kraftmessverfahren unter Berücksichtigung differentieller Variablen ausgeglichen.
Ziele und Inhalt dieser Arbeit sind die Entwicklung, Standardisierung und Normierung eines isometrischen Kraftmessverfahrens. Zusätzliches Interesse gilt der Beschreibung des Status der isometrischen Maximalkraft von 50- bis 75-jährigen Frauen und Männern und der Charakterisierung der Veränderung der Maximalkraft im Alternsverlauf auf der Basis einer Querschnittsuntersuchung.
Die Notwendigkeit für die Entwicklung eines Kraftmessverfahrens wird eingangs unter den Aspekten eines Methodenproblems, eines Datenproblems und eines sozialen Problems begründet.
Im Rahmen dieser Arbeit ist ein semi-objektives und apparatives Messverfahren zur Diagnose der isometrischen Maximalkraft entwickelt, standardisiert und normiert worden. Dieses Verfahren stellt eine Erweiterung der manuellen MFP dar und kann im Training, in der Therapie (Prävention und Rehabilitation) und in der Forschung zur Messung der isometrischen Maximalkraft eingesetzt werden.
Ausgehend von einer ausführlichen Darstellung zum Thema Kraft ist der aktuelle Forschungsstand im Hinblick auf den Kraftverlust mit zunehmendem Alter und die Reversibilität des Kraftverlustes durch Krafttraining anhand der Forschungsergebnisse der letzten zehn Jahre zusammengefasst vorgestellt worden. In diesem Kontext sind auch die mit dem Kraftverlust und dem Krafttraining verbundenen Auswirkungen auf den Alltag älterer Menschen detailliert beschrieben und mit aktuellen Forschungsergebnissen belegt worden.
Anschließend sind die Ergebnisse der Voruntersuchung präsentiert worden. Das Kraftmessverfahren ist in dieser Voruntersuchung mit den einzelnen Bestandteilen Konzeption, Messtechnik, Messequipment und Messablauf entwickelt und evaluiert worden.
Danach ist in der Hauptuntersuchung die empirische Überprüfung des Messverfahrens und die Normdatenerhebung erfolgt, die gleichzeitig auch als Grundlage für die querschnittliche Kraftanalyse dient.
Komplette Version pdf-Dokument (48,5 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2002