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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2002

 

Titel Heinz Trökes
das gemalte Gesamtwerk
Autor Brigitte Lindner
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Gegenstand dieser Dissertation ist das malerische Gesamtwerk des Berliner Künstlers Heinz Trökes (1913-1997). In dieser Monographie werden die Stufen seiner künstlerischen Entwicklung durch die verschiedenen Schaffensphasen hindurch aufgezeigt und seine künstlerische Position innerhalb der deutschen Kunstlandschaft beleuchtet. Als Dokumentation gibt ein Bildband erstmals einen Überblick über Trökes' wichtigsten Gemälde aus sämtlichen Werkphasen.
Heinz Trökes gehörte einer Generation an, zu deren Lebenszeit nicht nur der Zweite Weltkrieg, sondern auch politische, soziale und gesellschaftliche Umbrüche stattgefunden haben, die an den Biographien der Menschen nur selten spurlos vorbeigegangen sind. Auch künstlerisch befanden sind die Maler nach 1945 durch die wiedergewonnene Freiheit nach zwölf Jahren Nationalsozialismus im Aufbruch. Auf der Suche nach neuen Perspektiven und ästhetischen Normen war es eine Zeit, die den bis dahin geltenden Traditionen nicht nur differente und bisweilen konträre Positionen entgegensetzte und damit die Diskussion um einen 'angemessenen' Kunststil förderte, sondern auch der Ausbildung eines pluralistischen Stilbildes zum Durchbruch verholfen hat.
Als Student besuchte Heinz Trökes nur für kurze Zeit die Kunstschule. Nach 1945 ist sein künstlerisches Wirken eng mit seiner Wahlheimat Berlin verbunden. Er hat sich keiner künstlerischen Richtung dauerhaft verschrieben, sondern stets auf die Strömungen seiner Zeit reagiert und sie in seine persönliche Bildsprache umgesetzt. Trotz der immer wieder auftauchenden Affinität zu anderen Malern zeugen seine Arbeiten von eigener Originalität, die bis zuletzt seinen unermüdlichen Gestaltungswillen aber auch seine schöpferische Unruhe widerspiegelt. Diese Unrast lieá den Künstler zeitlebens auf der Suche nach neuen malerischen Möglichkeiten oft den Wohnort wechseln. In dieser Weise zeichnete sich mit dem Ortswechsel auch stets eine Veränderung im Stil der Bilder ab. Heinz Trökes nimmt mit seinem heterogenen Werk eine singuläre Position in der deutschen Kunstlandschaft ein. Von 1945 bis 1975 pendelt sein Werk zwischen Perioden freier Schöpfung und mitunter rezipierender Aufnahme. Heiter, gelöst, von hoher Qualität und Originalität präsentiert sich dagegen sein Spätwerk frei von Impulsen geltender Kunstströmungen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2002