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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2002

 

Titel Hans Trimborn - Leben und Werk im Rheinland (1891-1918) und seine Schaffenszeit zwischen den Weltkriegen in Heidelberg und auf Norderney (1918-1939)
Autor Johannes C. B. Janssen
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den frühen Lebens- und Werkphasen des Künstlers Hans Trimborn (1891-1979) auseinander. Der Einordnung seines rheinischen Jugendwerkes (1908-1918) folgt die Kommentierung des anschließenden kurzen Heidelberger Aufenthaltes (1918-1919) und seiner 20-jährigen Schaffenszeit auf der ostfriesischen Insel Norderney (1919-1939).
Das umfangreiche Lebenswerk Trimborns gelangte zu seinen Lebzeiten nie in das Blickfeld einer überregionalen Öffentlichkeit. Der in Plittersdorf bei Bonn geborene Künstler war in seiner Wahlheimat Ostfriesland zudem vor allem als Landschaftsmaler beliebt. Sein rheinisches Frühwerk und viele interessante Werkaspekte jenseits seiner Landschaftsgemälde waren hingegen kaum bekannt. Dabei war es Trimborn selbst, der an einer umfassenden Präsentation seines Schaffens nie interessiert war. Als folgerichtige Konsequenz dieser Künstler-Haltung blieb auch eine nachhaltige kunsthistorische Dokumentation und Kommentierung seines beachtlichen Oeuvres lange aus.
Nachdem mit der Erarbeitung des Werkverzeichnisses der Gemälde nach und nach eine solide Grundlage für weitere inhaltliche Auseinandersetzungen mit Trimborns Werk geschaffen werden konnte [Johannes Janssen: Hans Trimborn (1891-1979). Werkverzeichnis der Gemälde. Aurich 2001], wird in der vorliegenden Arbeit - unter Berücksichtigung einer Vielzahl bislang ungesichteter biographischer Dokumente - das Schaffen des Künstlers bis 1939 in seinen Entstehungskontext gesetzt.
Die Gemälde des jungen Rheinischen Expressionisten aus Zeiten des wilhelminischen Kaiserreiches - zu einem Großteil unter dem Einfluss der Rheinischen Expressionisten um August Macke während des Ersten Weltkrieges entstanden - sowie seine Werke aus der Weimarer Republik - motivisch erkennbar geprägt von den zunächst idealistischen Strömungen der Zwanziger Jahre - stellen ebenso einmalige künstlerische Dokumente eines vielschichtigen Zeitzeugen dar, wie auch einige Arbeiten aus der nationalsozialistischen Zeit die die politische Lage in Deutschland und das Kriegsthema aufgreifen. Diese Themen werden durch den Autodidakten Hans Trimborn in unterschiedlicher stilistischer Ausrichtung bearbeitet. Sein malerisches Repertoire ist dabei variantenreich von impressiven und expressiven Ausdrucksformen geprägt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bestimmt die zeittypische Form- und Farbgebung der Fünfziger Jahre das malerische Werk Hans Trimborns. Eine konzentrierte Aufarbeitung dieser Schaffensphase steht noch aus.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2002