Hinweis zum Urheberrecht| Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-02373

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2001

 

Titel DDR-Wirtschaftspolitik und der Mauerfall
Die Regierung Modrow im Zeichen des Systemerhalts
Autor Marcus Overmann
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Über 40 Jahre SED-Herrschaft gingen 1989 unerwartet schnell zu Ende, eine Entwicklung, die sich jedoch nicht ohne Vorzeichen vollzog. Die vorliegende Arbeit stellt dar, welche Ursachen maßgeblich für das Scheitern der DDR waren und wie sie einzuordnen sind.
Drei Aspekte stehen dabei im Vordergrund:
- Das marode Wirtschaftssystem, das lange vor dem Fall der Mauer deutliche Signale aufwies, daß die DDR vor dem finanziellen Aus steht.
- Die sowjetische Reformpolitik Perestroika und Glasnost eines Michail Gorbatschow.
- Die Oppositions- und Bürgerbewegung, die auf den Straßen für Reformen und Freiheit eintrat.
Nach der Einordnung und tieferen Betrachtung wirtschaftlicher Unzulänglichkeiten findet die Regierung Modrow Beachtung. Die letzte sozialistisch geführte DDR-Regierung unter Ministerpräsident Hans Modrow versuchte, den Sozialismus in der DDR zu retten. Nachdem sich jedoch abzeichnete, daß dieses Unterfangen scheitern würde, vollzog sich ein politischer Richtungswechsel. SED-Genossen versuchten fortan zu retten, was zu retten ist, politische Vorgaben der Modrow-Regierung lieferten die nötigen rechtlichen Vorgaben und sicherten SED-Genossen materielle und finanzielle Vorteile. Staatliche Anordnungen und Gesetzesvorgaben werden untersucht und zeigen deutlich auf, daß Gesetze gezielt genutzt wurden, um Macht zu sichern. Seilschaften hatte ihre ”Hochzeit” und verursachten enormen wirtschaftlichen Schaden für ein wiedervereinigtes Deutschland, nicht zuletzt aber auch Schaden für viele Bürger der ehemaligen DDR.
Die Macht der SED war mit dem Fall der Mauer gebrochen, der Einfluss alter SED-Kader und Genossen aber blieb stark und wurde gezielt zum eigenen Vorteil genutzt.
Komplette Version pdf-Dokument (2 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2001