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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2001

 

Titel Religiöse Sozialisation und Individualisierung
zum religiösen Kultur- und Identitätskonflikt muslimischer Migranten
Autor Britta Kanacher
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In der vorliegenden Dissertation wird ein theoretisches Konzept erarbeitet, welches eine wachsende gesellschaftliche Inhomogenität der Wertorientierungen zu erklären sucht. Die Untersuchung beschäftigt sich jedoch nicht mit dem Verhalten der Bundesbürger gegenüber Ausländern, sondern mit potentiellen Kultur- und Identitätskonflikten muslimischer Migranten, welche sich im Zusammenhang ihrer religiösen Sozialisation ergeben können. Dabei ist die Frage vorrangig, ob das Identitätsverständnis des Islam bzw. dessen Individualisierungspotential für mögliche Konflikte verantwortlich ist. Bezogen auf die "zweite und dritte Generation" konzentriert sich die Analyse auf die Frage, ob der Sozialisationsprozeß innerhalb westlicher Werte- und Normensysteme im Bezugsrahmen muslimisch-religiöser Sozialisation durch Familie und subkulturelle Einflußnahme zu Konflikten führen kann. Somit untersucht die vorliegende Arbeit die Auseinandersetzung muslimischer Migranten mit der sie umgebenden säkularen, westlich-modernen Gesellschaft. Dabei gliedert sich die Arbeit in drei Teile, die aufeinander aufbauen:
1.- Darstellung des Problemfeldes anhand sozialisationstheoretischer und religionssoziologischer Betrachtungen.
2.- Entwicklung theoretischer Konzepte zum Identitätsverständnis auf der Basis der dargelegten Sozialisationsbedingungen und soziologischer Theorien. Im Anschluß hieran werden das Christentum und der Islam dargestellt, wobei deren Identitätskonzepte und Individualisierungspotentiale hergeleitet werden. Hieran anknüpfend wird auch das Identitätsverständnis innerhalb der westlichen Moderne dargelegt. In der Konfrontation unterschiedlicher Identitätsverständnisse innerhalb der Moderne wird die von muslimischen Migranten wahrgenommene, Diskrepanz der Werte- und Normensysteme als Identitätsanomie bewertet.
3.- Reaktionsmuster auf die angenommene Identitätsanomie werden benannt und bezüglich des zu betrachtenden Personenkreises muslimischer Migranten untersucht. Der Vergleich mit "modernen Christen" als auch mit Muslimen innerhalb der Heimatländer der Migranten schließt sich hieran an. Dieser Vergleich dient der Veranschaulichung der im Anschluß erläuterten politischen und gesellschaftlichen Änderungen, die für eine erfolgreiche Integration muslimischer Migranten notwendig erscheinen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2001