Hinweis zum Urheberrecht| Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-02198

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2000

 

Titel Das Poetische der Philosophie
Friedrich Schlegel, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, Jacques Derrida
Autor Ansgar Maria Hoff
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die Enthierarchisierung der Denkstile im Zeichen der Postmoderne rückt die Poesie in den Horizont einer Philosophie, die es sich auch von ihrer traditionellen Idealisierung im Maßstab strenger Wissenschaftlichkeit nicht mehr nehmen läßt, die ästhetische Formenvielfalt des Sprechens für sich zu nutzen. Postmoderne Philosophie (und hier vor allem ihre französischen Versionen) geht dabei so weit, daß ihr der Vorwurf nicht erspart bleibt, "sich in Literatur zu ver-wandeln" (L. Nagl) und die "Einebnung des Gattungsunterschiedes zwischen Philosophie und Literatur" (J. Habermas) zu betreiben.
Die postmoderne Diskurssympathie von Philosophie und Poesie läßt einen Blick in die Vergangenheit des philosophischen Interesses an Dichtung aktuell werden.
Mit Friedrich Schlegel, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger und Jacques Derrida widmet sich die vorliegende Untersuchung vier Philosophen, deren Theorien nachhaltig im Sinne einer Annäherung des philosophischen und poetischen Diskurses gewirkt haben und bis heute wirken.
Die zu beantwortende Leitfrage lautet in diesem Zusammenhang:
Wie ist das Verhältnis von Philosophie und Poesie/Dichtung/Literatur in den Ansätzen Friedrich Schlegels, Friedrich Nietzsches, Martin Heideggers und Jacques Derridas gedacht?
Im Rahmen dieser Frage wird in den (auch gesondert lesbaren) Einzelkapiteln in die Grundthesen des jeweiligen Denkers eingeführt, um eine vertiefte Interpretation zu ermöglichen, die versucht:
  • Schlegels frühromantisches Programm im Sinne formaler Negativi-tät zu erklären;
  • die Nietzschesche Wiederkehrlehre als metaphorische Lehre zu interpretieren und die Einschätzung des Metaphorischen nach Maßgabe des amor fati-Gedankens zu erläutern;
  • die Rede vom Sein bei Heidegger mit dem Begriff der absoluten Metaphorizität zu deuten;
  • Derridas Grenzthematisierung von Philosophie und Literatur unter der Bedingung der différance zu problematisieren.
Am Ende dieser Arbeit bestimmt ein im schrittweisen Vergleich der Autoren gewonnenes Resümee die Paradigmen, denen im Prozeß einer Sensibilisierung der Philosophie für das Poetische besondere Bedeutung zukommt.
Komplette Version pdf-Dokument (2 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2000