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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2000

 

Titel Arbeitsgedächtnis und Versprecher
Autor Stefan Dilger
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Unter dem Arbeitsgedächtnis wird in der Psychologie ein Verarbeitungssystem verstanden, das zur Erklärung unterschiedlichster kognitiver Prozesse herangezogen wird, vergleichbar einem erweiterten Kurzzeitgedächtnis. Das derzeit prominenteste Arbeitsgedächtnismodell ist das von Baddeley (1986). Darin wird zwischen einem zentralen Koordinationsmodul und zwei Subsystemen unterschieden. Das besser untersuchte Subsystem ist die phonologische Schleife, die auf die kurzfristige Speicherung verbalen Materials spezialisiert ist. Diese Arbeit untersucht die Beziehung zwischen diesem Arbeitsgedächtnismodell und Versprechern.
Nach einer theoretischen Einführung in die Forschungsbereiche Arbeitsgedächtnis und Versprecher wird ein Rahmenmodell vorgestellt, das dem Arbeitsgedächtnis eine spezifische Rolle bei der Erklärung von Versprechern zuschreibt. In mehreren Experimenten wird diese Rolle empirisch untersucht. Insbesondere sollte geklärt werden, welcher Stellenwert der phonologischen Schleife für die fehlerhafte Produktion sprachlicher Äußerungen zukommt. Neben mehreren bestätigenden Befunden fanden sich auch kritische Ergebnisse, die auf der Grundlage des derzeitigen Forschungsstandes diskutiert werden.
Abstract Working memory and speech errors
In psychology the term 'working memory' is used for a processing system, that explains different cognitive abilities, comparable to an extended short term memory. At present, the most prominent working memory model is Baddeley's (1986) theory. It comprises a central executive and two slave systems. The best examined system is the phonological loop, which is assumed to be responsible for the storage of verbal material for a short time. This article analyses the relation between the phonological loop and speech errors.
After the introduction to both areas of research, working memory and speech errors, a meta-model is presented, that ascribes to the working memory a specific function for the explanation of speech errors. Four experiments examine this role in detail. Especially the distinction between the passive phonological store and the active rehearsal process in recent versions of Baddeley's model is taken into account. Most results confirm the relation of working memory and speech production. But the outcome of one experiment with articulatory suppression cannot be explained by the present model of Baddeley and demands further investigation. The results are discussed on the background of recent research.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2000