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Philosophische Fakultät - Jahrgang 1999


Titel Untersuchungen zur Alexie in Bezug auf die chinesischen Schriftzeichen
Autor Heng Wang
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Sowohl bei der Untersuchung an normalen Testpersonen als auch bei Aphasikern wiesen in der letzten Zeit immer mehr Indizien darauf hin, daß die Asymmetrie der Hemisphärenfunktion nicht von den orthographischen Systemen, sondern von vielen anderen Faktoren abhängig ist.
Auch die Hypothese, daß dem Lesen des chinesischen Zeichens die phonologische Kodierung fehlt, wird von vielen Forschern abgelehnt. Mit neuropsychologisch experimenteller Methode hat man in jüngster Zeit erklärt, daß phonologische Kodierung beim Lesen der chinesischen Zeichen existiert.
Neuropsychologen gehen weiter davon aus, daß die Zeichen bei der Zeichenerkennung zuerst analysiert werden. Es wird die Frage gestellt, ob die unterschiedliche räumliche Dispositition der Zeichenkomponenten mit der Zeichenerkennung zu tun hat. Als Ergebnis des Experiments in dieser Arbeit wird zwar bei Aphasikern ein enger Zusammenhang bezüglich der Zeitangabe bemerkt, aber unsere Einstellung zur Existenz dieses Zusammenhangs ist eher zurückhaltend.
Es wird auch anerkannt, daß die Komponenten des Zeichens bei der Identifizierung phonologisch aktiviert werden. Ein phonologischer Interferenzeffekt findet deshalb auch statt. Bei den Aphasikern in unserem Test haben wir bemerkt, daß dieser phonologische Interferenzeffekt nicht gefunden wurde. Wir gehen davon aus, daß die phonologische Aktivierung sehr wahrscheinlich bei ihnen nicht stattfindet.
Abstract From conducting tests using both normal persons and aphasiacs it has become more and more evident within the past few years that the asymmetry of the hemispherefunction does not depend on orthographic systems but on many other factors.
As well, many researchers reject the hypothesis that phonological recoding does not exist in reading Chinese characters. Through neuropsychological experimental methods conducted within the past few years, it has been explained that phonological recoding does exists in reading Chinese characters.
Neuropsychologists have the opinion that Chinese characters are first analysed by the identification of characters. With this we ask whether the different spatial disposition of the components of characters are related to the identification of characters or not. The result of our experiment shows that there is a relation with regard to the spending of time. Our attitude to this, however, is still rather more reserved.
It is also recognised that the components of a character is activated phonologically at the level of identification. A phonological interference effect therefore also takes place. With aphasiacs in our test we have observed that this phonological interference effect has not been found. We are of the opinion that the occurrence of phonological activation of characters is not very likely with aphasiacs.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 1999